Samstag, 17 Mai 2008

WLAN Internetradio von Olympia: Web-Radio 300

Habe vor etwa 4 Wochen mal in Richtung WLAN Internetradio recherchiert. Da ich ein Radio für die Küche gesucht habe, sollte es eine reine Standalone Lösung sein. Nach längerem Suchen & Vergleichen aller möglicher Forenberichte hab ich mich für ein etwas exotisches Aussenseitermodell der Marke Olympia entschieden.

Von der traditionsreiche Marke Olympia (in den 20er Jahren Hersteller von Schreibmaschinen & später Büromaschinen - Anfang der 90eer wurde das Olympia-Werk geschlossen) ist mittlerweile nur noch der Markenname übrig geblieben, der von einer aktuellen Firma unter www.olympia-vertrieb.de weiter genutzt wird.

Hab mir kürzlich schon einen schicken schwarzen Aktenvernichter (PS 850 CCD - kann CDs & Kreditkarten zerlegen & hat nen Crisscross-Cut für Papier, sprich spuckt nur noch kleinste Papier-Schnipsel aus) von Olympia gekauft & bin (bis auf die Lautstärke ;-) ) sehr zufrieden damit.
Da die Olympia-Webradios vom Preis- Leistungsverhältnis her als am besten geeignet für ein Küchenradio empfand, hab ich mich nochmal dafür entschieden, obwohl schon im Vorfeld klar war, dass es sich leider nur um was Importiertes aus China handelt.

Gekauft hab ich mir dann letztlich das Flaggschiff des WLAN Dreiergespanns von Olympia, das Web-Radio 300. Der zum Kaufzeitpunkt günstigste Händler war reichelt.de mit 199 € incl. 19% MwSt. plus Versandkosten.

Das 300er Modell von Olympia präsentiert sich als komplette WLAN-Internetradio Micro-Stereoanlage inklusive CD-Player und terrestrischem UKW-Tuner. Dazu kommt die Möglichkeit auf USB-Sticks oder SD-Cards Mucke von der CD (wird automatisch in MP3 umgewandelt!) & vom Internetradio zu speichern - hab ich allerdings noch nicht ausprobiert.

Das Webradio 300 ist in eine sehr schicke schwarze Klavierlack-Hülle gepackt, welche in Kombi mit der tastenlosen Sensor-Front & der blauen Beleuchtung aller Sensor-Bedienelemente sehr technisch/designt/cool rüber kommt. Die Micro-Anlage hat bisher bei allen, denen ich mein neues Küchenradio gezeigt habe, sowas wie: “das ist aber mal hübsch” hervorgerufen ;-)

Olympia Webradio 300 - hab erst nach dem fotographieren gesehen, dass noch ne Schutzfolie auf der CD-Schublade war ;-)

Was soll ich zum sagen - die Speaker könnten besser sein, reichen allerdings für die Küchenbeschallung völlig - alles andere funktioniert bisher bestens.

Direkt nach dem Einschalten (die Sensortasten auf der Front sind eher fummelig, die Fernbedienung ist besser zum Einstellen geeignet) bin ich mit wenigen Klicks über den mitgelieferten WLAN-USB Stick in mein WLAN reinzukommen. Einzige Herausforderung war die Eingabe des langen Passwortes über die Fernbedienung. Kurz noch die terrestrische Wurfantenne an die Wand gepinnt & los ging´s …

ohne die Fernbedienung bräuchte ich über die Sensor-Tasten auf der Front Stunden etwas einzustellen ;-)

Habe als erstes mal ein Firmware Update über die eingebaute Update-Funktion gemacht & dann mal angefangen, durch die angezeigten (Sortierung alphabetisch & nach Genre) zigtausend Sender von gratis Internetradio-Streams bei Shoutcast zu scrollen.

Schnell war dabei klar, dass das auf dem kleinen Display des Webradios wenig Sinn macht. Hab mir also die Shoutcast Website geschnappt & mir dann dort über die Suche 10 Sender nach meinem Geschmack (mit möglichst guter Wiedergabequalität, d.h. Bitrate >= 128) über die eingebaute Suchfunktion dort rausgesucht, die ich im Radio, durch gezieltes alphabetisches Suchen über den Sender-Namen, auf die Favoriten-Speicherplätze gespeichert hab.

Nach kurzem Zwischenpuffern kommt der Sound des angewählten Internet-Senders etwas blechern aus den kleinen angehängten Böxchen - nachdem ich etwas mit den voreingestellten Klangmodi rumgespielt & einige Sender verglichen habe, wurde das Ganze ganz gut hörbar.
Die Qualität dessen, was das Webradio hergibt, hängt sehr massgeblich von der Qualität des Livestreams ab - von CD/USB/SD abgespielte Mucke klingt auf dem Gerät immer besser, als der Webradio- oder UKW-Empfang.

Alles in allem bin ich jedoch ziemlich begeistert, nun auch in der Küche Musik zu hören, die gezielt zur Art des Küchenhocks passt: sei es indisches Gedudel beim Kochen einer Curry-Kreation, Chillout zum Relaxen am Feierabend, Nachrichten zum Morgenkaffe gespickt mit beschwingter Wachwerden-Musik oder fertig gemixte Goa-Mucke beim gemütlich-stimmungsvollen Wein trinken mit Freunden … das dann alles ohne Werbung & falls nötig stundenlang ohne Unterbrechung. Beim letzten Besuch meiner Eltern hab ich mir, auf besonderen Wunsch meines Vaters, dann sogar ne Stunde 50er Hits mit angetan ;-)

Wie ich an die Mucke auf meinem NAS (Netwaork Attached Server) komme, weiss ich allerdings noch nicht so genau - soll wohl auch gehen, hatte aber bisher einfach noch keinen Bedarf, angesichts der riesigen Online-Auswahl an Sendern. Werde mir demnächst auch noch ein Internetradio ohne Speaker als Teil der Hifi-Anlage im Wohnzimmer zulegen, bei dem ich dann auch mal UPNP Network-Streaming austesten will …

Technische Details ohne Gewähr:

  • Internet Radio mit Shoutcast Sendern (mehr als 5,000 Radio Stationen)
  • WLAN (802.11 b, g) mit separatem WLAN USB-Stick - Anschluss hinten
  • LAN Anschluß hinten
  • Network-Streaming von PC via UPNP
  • CD mit Gracenote (CDDB) Musikdatenbank Verbindung für Titel- & Interpretenanzeige
  • SD Slot & zweiter USB Slot an der Front zum Abspielen oder Rippen auf MP3
  • FM-Frequenzen 87.5 bis 107.90MHz (PLL)
  • Uhrzeit, Sleeptimer & Alarm-Funktionen
  • Eingebaute WLAN-Antenne
  • Externe UKW Antenne zum Einstecken
  • 3.5mm Mini-Klinke Boxen
  • Abmessungen (B x H x T): 180 x 140 x 200 mm
  • Sensortasten Frontseite
  • Ausgangsleistung 10W x 2rms
  • blau hinterleuchtetes LCD Display
  • Externer Netzadapter
  • Fernbedienung für alle Funktionen

Mein Fazit: mit Abstrichen (in Anbetracht von Preis, Größe & Funktionsumfang normal & verschmerzbar - ggfls. kann man auch andere Boxen anhängen) an der Qualität der Boxen ist das Web-Radio 300 von Olympia wirklich ne feine Sache, Audio Enthusiasten sollten sich allerdings davon fern halten, solange die Original-Boxen dranhängen ;-)

riesige Kühlung, der einesteckte WLAN USB-Stick, Boxenanschlüsse, Netzanschluß mit on/off Wippschalter & der Anschluss für die UKW Wurfantenne ...

PS: für Geräuschneurotiker wichtig - das ziemlich klobige externe Netzgerät gibt einen, zwar leisen, aber durchaus hörbaren, Summton von sich. Direkt neben dem Bett würde mich das Geräusch bei leisem Musik hören zum Einschlafen glaub schon stören, für die Küche ist es allerdings mehr als ok, da das Netzgerät hinter´m Weinregal liegt & die Mucke selten leise genug gestellt ist, um etwas vom Netzteil zu hören …




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4 Responses to “WLAN Internetradio von Olympia: Web-Radio 300”

  1. » WLAN Internetradio von Olympia: Web-Radio 300 sagt:

    […] Weiter: Zum ganzen Artikel […]

  2. Webradio GrooveFM sagt:

    WLAN Internetradio von Olympia: Web-Radio 300…

    Das Webradio 300 ist in eine sehr schicke schwarze Klavierlack-Hülle gepackt, welche in Kombi mit der tastenlosen Sensor-Front & der blauen Beleuchtung aller ……

  3. wlan-funktek » Blog Archive » Re: Braucht eine CPU ein WLAN-Interface? - Intel kann chinesische WLAN-Vorschriften… sagt:

    […] Login keinerlei Sicherheitsvorteile gegenüber normalem WLAN mit WEP bieten > wird und somit völlig überflüssig ist. Nicht fuer die Chinesen. Voellig richtig, was sie machen. Warum sollen sie sich auf proprietaeres Zeug von anderen einlassen und dann fuer sogenanntes ‘geistiges Eigentum’, mit anderen Worten: ‘nichts’, sich dumm und daemlich zahlen? Das muessen kleinere Laender ohne Atomwaffen. Chinesen haben das nicht noetig. > Das ganze ist also entweder > ein weiterer Trick um besser abhören zu können, auländischen > Herstellern das Leben schwer zu machen, oder beides. Ersteres ist vermutlich mit jedem anderen Protokoll genauso moeglich. Alles was ich bisher ueber WLAN gehoert habe, hat wenig mit ‘Sicherheit’ zu tun. Zumindest nicht ohne ein Uebermass von Negationen, in Texten, die davon handeln. Und letztes ist absolut legitim. Aber du kannst ja gerne einen neuen Opiumkrieg anfangen. > > Jetzt gibts bestimmt Handelskrieg, aber das ist im Prinzip wie beim > > Irak ungerechtfertigt, China ist ein autonomer, suveräner Staat der > > stolz auf seine Entwicklung > > und sein Unterdrückungssystem Was hat das damit zu tun? In Deutschland wird nicht weniger unterdrueckt. Es werden lediglich etwas andere Verfahren benutzt. […]

  4. Internet-heute » Re: Ohne den IE wären 90% des Internet für Surfer verloren. - Eolas will Auslieferung des Internet Exp… sagt:

    […] > Deshalb sehe ich hier ein übergeordnetes > Verbraucher-Interesse solange es die verbraucher sind, die zum blauen “e” auf dem desktop “internet” sagen (bekannt aus vielen hotline-telefonaten wie “hilfe, das internet geht nicht” oder “hilfe, ich habe das internet gelöscht”), kanns egal sein, denn auf die können wir gut und gerne verzichten… c.ya chibi (beschwerden über den inhalt dieses postings bitte melden unter www.gfy.ch.vu ) […]

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